Hypnose in der Therapie

Die Hypnosetherapie ist ein höhst effizienter und in ihrer Wirksamkeit in zahlreichen Untersuchung belegtes Psychotherapieverfahren. Anders als in anderen Psychotherapieverfahren, in denen das Problem rein kognitiv erforscht und über ein Umdenken und ein „sich anders verhalten“ behandelt wird, kann in der Hypnosetherapie symptom- und/oder ursachenorientiert gearbeitet werden. Primärsymptome, denen keine behandlungsbedürftige Ursache zugrunde liegt, werden symptomorientiert behandelt. Dieser Therapieansatz wird als Suggestionshypnose bezeichnet. Hierbei werden dem Unterbewusstsein Veränderungsempfehlungen gemacht. Sekundärsymptome haben meist behandlungsbedürftige Ursachen, die weit in der Vergangenheit entstanden sind. In diesem Fall wird die reine Suggestionshypnose wenig Erfolg bringen. Hier ist es nützlicher, über die Hypnose zum ursprünglichen Ereignis zurück zu gehen und den Auslöser des Problems zu behandeln. Welcher Therapieansatz sinnvoll ist, oder ob eine Kombination aus beiden den größeren Erfolg bringt, wird In einem ausführlichen Anamnesegespräch herausgearbeitet. 

Was ist Hypnose und was ist es nicht?

Hypnose ist nicht etwas, was der andere mit dir macht, du bist nicht willenlos und du schläfst auch nicht. Es ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit. Vergleichbar mit dem Zustand, in der sich die Konzentration ganz und gar auf eine Tätigkeit zentriert und Zeit und Raum in den Hintergrund rücken. Kinder beim Spielen sind oft in diesem Zustand, in dem sie kaum etwas von ihrer Umgebung mitbekommen. Sie sind fokussiert und vertieft ins Spielen. Sie erleben das Spielen mit all ihren Emotionen. Manche bezeichnen diesen Zustand auch als „im Flow sein“. Es ist ein ganz natürlicher Zustand, der uns mehrmals täglich begegnet und meist empfinden wir ihn als ein Wohlgefühl. Wenn man es genau nehmen will, ist Hypnose immer eine Selbsthypnose. Keiner kann in die Hypnose gezwungen werden. Der Hypnotiseur, bzw. Hypnosetherapeut bietet Hilfestellung, bzw. ist Vermittler mit anleitender Funktion. Ein Reisebegleiter durch das Unterbewusstsein sozusagen.

In der Hypnose tritt das Unterbewusste in den Vordergrund während das Bewusstsein, das „rationale Ich“ zum stillen Beobachter wird. Das ist natürlich eine sehr vereinfachte Erklärung. Im Gehirn passieren unter der Hypnose zahlreiche und komplizierte Prozesse, denn Hypnose stellt ein hirnphysiologisch veränderten Zustand dar, durch den das Fühlen, Denken und Handeln neu bewertet und verändert werden kann.

Im Grunde kann man es sich so vorstellen. Das neuronale Netz unseres Gehirns ist in drei Teile aufgeteilt: Dem Bewusstsein (ca. 5%), unser rational denkender Alltagsverstand, der alles auf richtig und falsch prüft und durchdenkt. Dem Unterbewusstsein (ca. 90%), hier fließt alles ungefiltert hinein und nichts wird vergessen, was von emotionaler Bedeutung ist. Es ist Zuständig für unsere Gewohnheiten, Gefühle und unseren Selbstschutz. Und das Unbewusste (ca.5%), das für die Steuerung von Herz-Kreislauf und allen anderen lebenserhaltenden Körperfunktionen einschließlich dem Hormon- und Immunsystem zuständig ist. Langfristige Veränderungen können nur im Unterbewusstsein stattfinden. Unter der Hypnose wird ein Feld neuer Handlungsmöglichkeiten und Ressourcen aufgezeigt, das sich mit dem rein rationalen Verstand nicht erleben lässt. Zwischen dem Bewussten und Unterbewussten gibt es einen sogenannten „kritischen Faktor“, der sehr darauf bedacht ist, was vom Unterbewussten ins Bewusste fließen darf. Es ist ein Wächter, der uns lieber in einer bekannten, unangenehmen Sicherheit weiß, als in einem unbekannten Wohlbefinden außerhalb unserer Komfortzone. Der kritische Faktor hat seine Berechtigung – keine Frage. Er ist nur leider bei Menschen mit sehr eingeengten Handlungsfähigkeiten, wie beispielsweise bei Depression, Ängsten und Zwängen überaktiv. Unter der Hypnose kann der kritische Faktor umgangen werden, sodass neues Fühlen, Denken, Handeln ausprobiert und erlernt werden kann. 

Das Fundament einer erfolgreichen Hypnoseherapie

Nur wer aus eigener Überzeugung und Antrieb zur Hypnose kommt, verfügt über die geeignete Offenheit und den Willen, wirklich etwas verändern zu wollen. Keine Therapie kann gelingen, wenn Zweifel, Abwehr oder Angst den Erfolg blockieren. Das gilt genauso für die Hypnosetherapie, wie auch für alle anderen Therapieverfahren. Das Vertrauen in die Methode und in den Therapeuten ist das Fundament einer erfolgreichen Therapie. Daher sollte man sich nur dann behandeln lassen, wenn man sich mit dem Therapeuten gut und sicher fühlt. Genauso wichtig ist es, dass der Therapeut dem Menschen, der zu ihm kommt, Vertrauen schenkt. Somit ist eine offene, ehrliche und respektvolle Kommunikation das A und O einer gelingenden Beziehung in der Therapie.

Nutze das kostenfreie Vorgespräch, wenn Du herausfinden willst, ob ich und die Therapie, wie ich sie anwende, dir auch bei deiner Problematik behilflich sein kann. Einen Termin kannst Du hier machen: 


Mirella Sperling . Grandweg 64 . 22529 Hamburg